Text auf Bild: Mit ihm kann man immer rechnen. und mit dir. Daneben steht der Lehrer Thomas Boothe vor einer Tafel beim unterrichten.

Thomas, 33

Realschullehrer mit Herz

Thomas ist selbst immer gerne zur Schule gegangen und unterrichtet heute Mathematik, Geschichte und Sport im Bildungsland NRW. Schon früh wusste Thomas, dass für ihn nur der Lehrerberuf in Frage kommt – eine Entscheidung, die er seitdem keine Sekunde bereut hat. Was den Lehrerberuf zum Traumberuf macht? Wir haben Thomas gefragt!

Warum bin ich Lehrer?

Vorleben und Wissen vermitteln

Das Beste an seinem Beruf ist für Thomas der tägliche Umgang mit seinen Schülerinnen und Schülern. Denn er unterrichtet sie nicht nur, er ist auch an ihrer Erziehung beteiligt, versucht jede und jeden zu verstehen und bereitet sie so auch auf das Leben vor. Für Thomas ist klar: „Man darf nie vergessen, dass die Schule für Schülerinnen und Schüler da ist. Das ist das Wichtigste!“ Zu sehen, wie seine Schülerinnen und Schüler groß werden und welchen Teil er als Lehrer zu ihrer Entwicklung beiträgt, ist für Thomas eine der größten Besonderheiten an seinem Beruf. Er ist selbst auch immer gern zur Schule gegangen und spätestens nach einer Klassenfahrt mit seinem Onkel, der selbst Lehrer ist, war für ihn klar, dass er auch Lehrer werden möchte. Er kann seinen Schülerinnen und Schülern helfen und für sie da sein. Für ihn ein enormer Mehrwert des Lehrerberufs.

Man darf nie vergessen, dass die Schule für Schülerinnen und Schüler da ist.
Thomas, unterrichtet Mathe, Sport und Geschichte an einer Realschule
Lehrer Thomas Boothe in einer Gesprächsrunde mit seinen Schülern

Welche Stärken bringe ich mit?

Empathie und Wissen

Thomas findet, dass die reine Wissensvermittlung bei Schülerinnen und Schülern nicht zum Erfolg führt – weder für die Schülerschaft, noch für die Lehrkräfte. Daneben gilt es, Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zu entdecken und zu fördern. Dafür ist es oft wichtig, einen Draht zu den Schülerinnen und Schülern zu haben, sie zu verstehen und ihre Probleme zu erkennen, bevor man ihnen den Unterrichtsstoff vermitteln kann und ihre Kompetenzen checkt. Dazu muss die Lehrkraft auch mal hinter die Kulissen schauen, das Familienleben betrachten und die Motive ihrer Handlungen nachvollziehen können. Dafür braucht es natürlich Empathie und die bringt Thomas reichlich mit.

Man ist hier auch Vorbild – und das macht Spaß!
Thomas, unterrichtet Mathe, Sport und Geschichte an einer Realschule
Lehrer Thomas Boothe erläutert einem Schüler etwas auf seinem Laptop

Was mache ich in meiner Freizeit?

Fußball – Die klare Nummer Eins

Thomas‘ große Leidenschaft ist Fußball. Egal ob selbst auf dem Platz, beim bloßen Zuschauen oder als Gesprächsthema unter Freunden – Fußball ist seine persönliche Nummer Eins.

Ich bring' Herz mit!
Thomas, unterrichtet Mathe, Sport und Geschichte an einer Realschule
Lehrer Thomas Boothe an der Tafel einem Schüler was erklärend

Welche Vorurteile über Lehrkräfte kenne ich?

Irrtümer über den Lehrerberuf

„Vormittags recht – nachmittags frei“.

Thomas kennt es nur zu gut: Das Klischee, Lehrkräfte hätten zu viel Freizeit. Natürlich freut auch er sich über Ferien und findet, Lehrerinnen und Lehrer könnten sich über ihre Arbeitszeiten nicht beschweren. Aber die umfangreiche Vor- und Nachbereitungszeit des Unterrichts werde von vielen nicht gesehen. Allerdings erfährt Thomas auch oft Wertschätzung und Anerkennung für seine Tätigkeit als Lehrer. „Ich möchte nicht mit dir tauschen. Beeindruckend, wie du das alles so gut schaffst“, sagen ihm Freunde und Bekannte häufiger. Die Rolle des Lehrers hat sich gewandelt, weiß Thomas. Als Lehrer ist er kein reiner Vermittler des Lehrplans mehr, sondern auch Vertrauens- und Erziehungsperson. Aber er findet, dass diese Veränderung und die damit einhergehende Verantwortung auch den Reiz seines Berufes ausmacht. Ein Beruf, von dem er selbst sagt: „Es ist der beste Beruf der Welt!“