Lehrerin Nadine vor blauem Grund

Nadine, 38

Lehrerin mit Humor und Fantasie

Nadine ist Lehrerin für Sonderpädagogik an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“ im Bildungsland NRW. Mit viel Geduld und Humor, fantasievoll und ideenreich geht sie jeden Tag an die Arbeit, genießt den Umgang mit den Kindern und freut sich darüber, dass kein Tag wie der andere ist. Der Beruf der Förderschullehrerin ist für sie ein ganz besonderer.

Warum bin ich Lehrerin?

Unterrichten in familiärer Atmosphäre

Nadine wollte beruflich schon immer gern mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten.

An der Förderschule mag Nadine, dass dort die Klassen oftmals kleiner sind als in anderen Schulformen. Dazu schätzt sie die besondere Atmosphäre und die gute Zusammenarbeit in ihrem Kollegium, was den Alltag enorm erleichtert, denn hier ist kein Kind wie das andere. „Man arbeitet hier nicht alleine – sondern im Team“, sagt Nadine. Die Zusammenarbeit mit den Kindern ist dabei besonders intensiv, da die Lehrkräfte auf jedes Kind individuell eingehen müssen. Doch genau das reizt Nadine an ihrer Arbeit: dass sie einen engen Draht zu ihren Schülerinnen und Schülern hat und sie gemeinsam den Unterricht gestalten. Unterrichten müssen die Lehrkräfte alle Fächer selbst – für Nadine ein echter Vorteil, denn so kann sie Mathe, Deutsch, Sport, Schwimmen, Hauswirtschaft und den Sachkundeunterricht übernehmen – Abwechslung pur! Außerdem können Lehrkräfte für Sonderpädagogik nicht nur an Förderschulen arbeiten, sondern auch im Gemeinsamen Lernen – also an allen anderen Schulformen auch. Dann übrigens gemeinsam mit Lehrkräften, die andere Lehrämter studiert haben. Und Lehrkräfte für Sonderpädagogik können an den meisten allgemeinen Schulformen auch in die Schulleitung gehen.

Für den Beruf der Förderschullehrerin muss man berufen sein.
Nadine, Lehrerin an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung
Lehrering Nadine sieht neben einem Schüler

Welche Stärken bringe ich mit?

Ganz viel Geduld und ein genauer Blick

Der Beruf der Lehrerin für Sonderpädagogik ist für Nadine ein ganz besonderer. Er ist abwechslungsreich, man erlebt jeden Tag etwas Neues und arbeitet sehr eng mit den Schülerinnen und Schülern zusammen. Aber auch, wenn Nadine mit Leidenschaft bei ihrem Beruf ist, ohne viel Struktur und Geduld sowie einen genauen Blick auf die Fähigkeiten des Kindes wäre ihre Arbeit im Lehreralltag nicht machbar.

Aber die bringt sie mit und geht jeden Tag mit viel Freude und Humor ihrer Berufung nach. Für jede Schülerin und jeden Schüler, für die ein Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung festgestellt worden ist, wurde ein pädagogisches Gutachten erstellt so dass dann für jedes Kind ein individueller Förderplan erarbeitet wird. Denn gerade im Bereich der sonderpädagogischen Förderung ist der Blick auf die unterschiedlichen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler wichtig, an dem sich die Lehrkräfte orientieren.

Natürlich gelten für Nadine auch Richtlinien, an die sie sich halten muss, aber sie ist in der Gestaltung ihres Unterrichts und beim Planen von Projekten stark den Bedürfnissen des Kindes verpflichtet. Für sie ist es dabei besonders wichtig, dass die Kinder von ihrer pädagogischen und fachlichen Arbeit profitieren, so dass kein Kind auf der Strecke bleibt. Denn jedes Kind kann lernen!

Dafür setzt sie sich jeden Tag ein.

Jeder Tag hier ist neu und immer aufregend.
Nadine, Lehrerin an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“
Lehrerin Nadine zwischen ihren Schülern sitzend

Was mache ich in meiner Freizeit?

Familie steht an oberster Stelle

Nadines Hobby ist ganz klar ihre Familie. Zwar treibt sie auch gern Sport und liebt es zu verreisen, aber momentan verbringt sie ihre Freizeit am liebsten mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern. Und dieses Hobby lässt sich perfekt mit ihrem Beruf kombinieren, denn für Nadine ist klar: „Lehrerin zu sein ist ein sehr familienfreundlicher Beruf.“ Zwar ist mit Vor- und Nachbereitung des Unterrichts immer genug zu tun, aber die Zeit hierfür kann sich Nadine frei einteilen und hat so genug Zeit für ihre Kinder. Für Nadine ein riesiger Vorteil des Lehrerberufs.

Mir ist am wichtigsten, dass jedes Kind mitgenommen wird und niemand auf der Strecke bleibt.

Nadine, Lehrerin an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“
Lehrerin Nadine zwischen Schülern sitzend

Welche Vorurteile über Lehrkräfte kenne ich?

Irrtümer über den Lehrerberuf

Nadine kennt es von anderen Lehrkräften, wird aber auch oft selbst damit konfrontiert: das Besserwisser-Klischee. Dabei kann sie dieses Vorurteil überhaupt nicht nachvollziehen, denn Nadine ist der Meinung, dass sie und ihre Kolleginnen und Kollegen sich sehr gern beraten und beraten lassen und dabei konstruktiv mit Kritik umgehen. Für Nadine hat sich der Lehrerberuf generell in den vergangenen Jahren gewandelt. Sie ist selbst seit über 12 Jahren Lehrerin und weiß, dass neben dem unterrichtsfachlichen – zum Beispiel Deutsch, Mathematik oder Englisch – immer mehr der erzieherische Bereich an Bedeutung gewinnt – nicht nur in der sonderpädagogischen Förderung. Die Lehrkraft ist eine Konstante für das Kind, arbeitet mit anderen Institutionen und intensiv auch mit den Eltern zusammen. Dies war im Lehrerberuf früher nicht so ausgeprägt. Das liegt vor allem an den unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen der Schülerinnen und Schüler. An ihrer Förderschule arbeiten Nadine und die anderen Lehrkräfte immer häufiger auch mit emotionalen und sozialen Auffälligkeiten. Nadine findet jedoch: „Das ist nicht negativ, wir holen jedes Kind da ab, wo es steht.“