Jehan, 36

Lehrerin am Puls der Zeit

Jehan ist über Umwege zum Lehrerberuf am Berufskolleg gekommen. Zunächst hatte sie nach dem Abitur eine Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau absolviert. Während dieser Ausbildung hat ihr die Zeit am Berufskolleg unheimlich viel Spaß gemacht. Eine ihrer Lehrerinnen prägte sie in dieser Zeit besonders und brachte Jehan auf die Idee, selbst Pädagogik zu studieren. So kam es, dass sie nach ihrer erfolgreichen Ausbildung zwar ins Berufsleben startete, sich jedoch hauptsächlich ihrem Lehramtsstudium widmete. Heute arbeitet Jehan mit Begeisterung als Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Politik am Leo-Statz-Berufskolleg in Düsseldorf.

Lehrkräfte sind keine Freaks!

Jehan, Lehrerin am Berufskolleg für Wirtschaftswissenschaften und Politik

Warum bin ich Lehrerin?

Werte und Inhalte vermitteln

„Ich bin Lehrerin geworden, weil ich gern mit Jugendlichen arbeite. Ich freue mich für jede und jeden, wenn ich sehe, dass sie Fortschritte machen – ein tolles Gefühl!“, sagt Jehan. Durch ihre Schülerinnen und Schüler bleibt sie aber auch immer am Puls der Zeit. Denn Schule ist nicht nur etwas Einseitiges, vielmehr lernen Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler ständig gegenseitig voneinander.

Ein weiterer großer Vorteil an ihrem Lehrerberuf ist für Jehan, dass sie sich ihre Arbeitszeit nach dem Unterricht frei einteilen kann. Wann genau sie die Vor- und Nachbereitung ihrer Schulstunden macht, entscheidet allein sie. Das ist gerade für sie als Mutter besonders vorteilhaft und gibt ihr eine Flexibilität im Alltag, die ihr andere Berufe nicht bieten können.

Als gute Lehrkraft muss man immer das Wohl der Schülerinnen und Schüler im Auge behalten.

Jehan, Lehrerin am Berufskolleg für Wirtschaftswissenschaften und Politik

Welche Stärken bringe ich mit?

Klare Linien

Für Jehan zeichnet eine gute Lehrkraft aus, dass sie klare Linien hat, was bei ihr geht und was nicht und diese auch für die Schülerschaft transparent macht. Genau das setzt Jehan in ihrem Schulalltag um. Sie hat zudem immer ein offenes Ohr für ihre Schülerinnen und Schüler und deren Probleme. Die Nähe zu den Jugendlichen ist ihr sehr wichtig, aber sie ist nicht grenzenlos. Jehan sorgt dafür, dass ihre Schützlinge sie, wie sie selbst sagt, „als Person gut greifen können“. So lernen sie, wie weit sie gehen können.

Was mache ich in meiner Freizeit?

Engagement ist wichtig

Wenn die Mutter einer Tochter nicht gerade etwas mit ihrer großen Familie unternimmt, beschäftigt Jehan sich hobbymäßig mit Fotografie und macht Musik.

Außerdem ist sie in einer der größten Non-Profit-Organisationen der Welt aktiv. Dort setzt sich Jehan mit viel Engagement für Menschenrechte ein.

 

Die Schülerinnen und Schüler müssen merken, dass man Freude am Unterrichten hat.

Jehan, Lehrerin am Berufskolleg für Wirtschaftswissenschaften und Politik

Welche Vorurteile über Lehrkräfte kenne ich?

Ohne Spaß geht‘s nicht

Abgesehen von den üblichen Klischees, dass Lehrerinnen und Lehrer angeblich Besserwisser seien, die ständig Freizeit hätten und natürlich immer verbeamtet seien, gibt es ein Vorurteil, das Jehan besonders ärgert: „Viele denken, dass Lehrerinnen und Lehrer ihren Beruf nicht aus einer Berufung heraus ergriffen haben, sondern ihn nur machen, weil Lehrkraft sein so ein sicherer Job ist, der gutes Geld bringt.“ Und das ist einfach nicht so, weiß Jehan: „Wenn man das ohne Spaß oder Freude macht, dann kann man das nicht 30 Jahre lang tun.“

Und die gebürtige Krefelderin mit palästinensischen Wurzeln weiß ganz genau, wovon sie spricht, schließlich ist sie jeden Tag mit Leib und Seele im Unterricht für ihre Schülerinnen und Schüler da.