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Frieder, 30

Grundschullehrer aus Überzeugung

Männliche Lehrer an Grundschulen sind nach wie vor selten – Frieder ist einer von ihnen und arbeitet seit zweieinhalb Jahren als Grundschullehrer im Bildungsland NRW. Er ist jeden Tag mit Spaß und Herzblut dabei, um seinen Schülerinnen und Schülern zur Seite zu stehen und ihnen Spaß am Lernen zu vermitteln. Das ist nicht immer leicht, aber für ihn lohnt es sich, diese Herausforderung zu meistern.

Warum bin ich Lehrer?

Ideen und Werte prägen

Für Frieder stand der Umgang mit Menschen, vor allem mit Kindern, an oberster Stelle bei der Berufswahl. An seiner Arbeit als Grundschullehrer reizt ihn besonders die Vielfalt, die dieser Beruf mit sich bringt. Neben fachlichem Wissen spielt hier die Vermittlung von Wissen, die Didaktik, eine zentrale Rolle. Eine Herausforderung ist dabei, im Unterricht immer wieder unterschiedliche, kindgerechte Lernwege zu ermöglichen. Die Kinder kommen mit vielen Fragen und großen Erwartungen in die Schule. Sie haben Freude daran, im Unterricht neue Inhalte kennen zu lernen und diese selbst zu entdecken.
"Was man als Lehrer nicht so schnell vergisst, weil es einem selbst auch viel Freude bereitet, ist die Situation, wenn die Kinder beim ersten selbst gelesenen Wort große Augen machen."

Die Kinder lernen mit der Zeit immer selbstständiger zu werden. Diese Entwicklung zu begleiten und sie dabei unterstützen zu können, ist für Frieder ein besonders schöner Teil seines Berufs. Wichtig ist ihm außerdem, den Kindern Wert- und Moralvorstellungen mit auf den Weg zu geben.

Grundschulkinder sind unglaublich wissbegierig und neugierig.
Frieder, Lehrer für Englisch und Sport
Lehrer Frieder frontal vor Schülern hockend

Welche Stärken bringe ich mit?

Offenheit und Toleranz

Frieder unterrichtet derzeit eine Vorbereitungsklasse für Kinder mit Fluchterfahrung. Daher ist ihm der tolerante und offene Umgang mit seinen Schülerinnen und Schülern wichtig. Bei seiner Arbeit setzt er auf klare Linien und Strukturen. Für die Kinder ist es wichtig, dass sie kritisches Denken lernen und auf ihre Ziele gemeinsam mit Frieder hinarbeiten können. Wichtig sind für den Grundschullehrer außerdem Beharrlichkeit, Flexibilität und Kompetenz, um die vielen neuen Aufgaben, welche unter anderem durch die Migrationsbewegung entstanden sind, erfolgreich zu bewältigen.

In meinem Beruf gleicht kein Tag dem anderen.
Frieder, Lehrer für Englisch und Sport
Frieder hockt vor der Schulbank zweier Schüler

Was mache ich in meiner Freizeit?

Sport und Reisen

Frieder ist sehr sportlich, spielt Fußball im Verein und ist viel mit dem Rennrad unterwegs.  In seiner Freizeit unternimmt er gern etwas mit seinen Freunden. Außerdem verreist er sehr gern und sagt selbst: „Die Reisen und der Austausch mit anderen Kulturen sind auch für meine tägliche Arbeit sehr bereichernd.“

Man kann Dinge, die einem Spaß machen, weitergeben.
Frieder, Lehrer für Englisch und Sport
Fireder hockt lächelnd vor einer Schülerin

Welche Vorurteile über Lehrkräfte kenne ich?

Irrtümer über den Lehrerberuf

Viele Leute denken immer noch, dass Lehrkräfte zu viel Freizeit haben, weil sie nur von 8 bis 13 Uhr arbeiten müssten und sonst gar keine Aufgaben hätten. Doch was Frieder wirklich stört ist, dass gerade der Beruf des Grundschullehrers so unterschätzt wird. Der verbreitete Gedanke ist, dass der fachliche und zeitliche Anspruch in der Grundschule viel geringer sei, als in weiterführenden Schulen. Viele wissen einfach nicht, wie sich der Beruf in den vergangenen Jahren verändert hat: Auch in der Grundschule gibt es Lehrpläne, an die sich die Lehrerinnen und Lehrer halten müssen, genauso wie in weiterführenden Schulen. Es gilt viele Herausforderungen zu meistern, wie zum Beispiel sinkende Unterstützung durch das Elternhaus und wachsender Erziehungsauftrag an die Schule. Und: „Was die Grundschule nicht hinkriegt, führt an weiterführenden Schulen nahtlos zu weiteren Problemen oder Schwächen.“